Flugdrachen: Kite´n´Art, das ausführliche Drachen-Fachgeschäft für Einleiner, Lenkdrachen, Zubehör & Kunst


KIRK - afghanischer Kampfdrachen


Die uralte asiatische Spielart der Lenkdrachen heißt Kampfdrachen und beabsichtigt, gegnerische Drachen (meist mittels Durchtrennung der gegenerischen Flugleine) zu besiegen mit dem Ziel, den letzten manövrierfähigen Kite am Himmel möglichst an der eigenen Leine zu halten. Allen traditionellen Bauvarianten ist gemeinsam, dass sie mit nur einer einzigen Schnur je Drachen geflogen werden. Die Steuerung wird über eine feinfühlige aber reaktionsschnelle Dosierung der Leinenspannung erreicht, denn die Kampfdrachen sind bei nachlassendem Winddruck instabil und taumeln (Foto unten links); wenn man in dieser drehenden Situation nun den Leinenzug erhöht so bewirkt der erhöhte Windruck eine Drachenform mit hoher Richtungsstabilität und der Kite fliegt in die Richtung seiner Drachennase (im Foto unten rechts also horizontal nach rechts).
Design und Bauart der hier vorliegenden afghanischen Variante wurde durch die Mark Forster-Romanverfilmung “Drachenläufer” / “Kite Runner” inspiriert; und so steht der Name KIRK schlicht als Kürzel für “Kite Runner´s Kite”.


Es geht also um feindosierte Leinenspannung durch geschickte und reaktionsschnelle Eigenbewegung in passender Relation zum (niemals wirklich konstanten!) Wind. Die Bildsequenz unten gilt als Anleitung:
links: Die Schnurspule wird in einer Hand gehalten und in etwa 1m Abstand führt die andere Hand quasi als “Umlenkung” die Flugleine zwischen Daumen und Zeigefinger um optimales Fingerspitzengefühl für die Leinenspannung zu haben. Der Drachen fliegt geradlinig nach oben.
Mitte: mit einer (je nach Windbedingungen) energischen Bewegung auf den Drachen zu wird die Leinenspannung reduziert, das Drachensegel wird flach und der Kite beginnt zu drehen.
rechts: um nach links zu fliegen, wird genau dann, wen die Drachennase in die gewünschte Richtung zeigt, durch schnellen Zug an der Leine der Windruck wieder erhöht, der Drachen profiliert sich wieder und fliegt in Richtung seiner Drachennase weiter.


Der hier vorliegende Typ ermöglicht schnelle Lernerfolge und zeichnet sich insbesondere auf einer Wiese durch lange Haltbarkeit und perfekte Re-Start-Eigenschaften vom Boden aus. Aber dass es ein flinker Reaktionssport ist, werden Sie beim Training schnell nachvollziehen, ebenso wie die Tatsache, dass in Indien (wo die weltweit größte Begeisterung für Kampfdrachen bevorzugt auf den Flachdächern der Wohnhäuser ausgelebt wird) jedes Jahr viele Kampfdrachenflieger in der Faszination dieser Tätigkeit von den Dächern fallen!
Das Foto unten zeigt den KIRK von der Rückseite. Neben der sauberen Verarbeitung aus Spinnakernylon ist besonders der am Kreuzungspunkt gebogene und sehr stabile Längsstab aus Bambus auffällig. In Indien und Afghanistan sind diese Drachen aus Papier und nur wenig belastbar. Die Machart und Materialien des KIRK versprechen lang anhaltenden Kampfdrachen-Spaß.
 



KIRK afghanischer Kampfdrachen


Der Kite Runner´s Kite ist weit mehr als nur ein momentaner Marketinggag a la “Der Drachen zum Film”. Das auf hochwertige Sportlenkdrachen spezialisierte Label Spiderkites hat mit dem KIRK eine belastbare Variante einer typischen Kampfdrachenform mit “westlichen” Materialien für hohe Belastbarkeit und Langlebigkeit konstruiert.

Der vorliegende Fighter ist nicht in allen Aspekten so sensibel und exakt zu steuern wie seine asiatischen Vorbilder aus Papier und geschliffener, konischer Bambus-Querspreize, aber er ist sensibel und exakt genug, um ein besseres Kampfdrachen-Trainingsgerät zu sein als seine all zu leicht kaputtbaren asiatischen Vorbilder. Und mit dem beiliegenden Schwanz verliert er als zahmer Familiendrachen seine Manövrierfähigkeit und fliegt auch als ganz normaler Einleiner.

Spannweite: 71cm; Höhe 66cm, Segel aus Spinnaker, Gestänge aus stabilem Bambus und Fiberglas. Empfohlener Windbereich als Kampfdrachen ca. 1,5 bis 4 Bft.

Lieferung in einem schönen Drachenköcher mit Bänderschwanz und einer sehr einfachen Schnur, die nur als Notbehelf angesehen werden sollte. Empfohlene Bruchlast der Drachenleine ca. 10 bis 25 kg.
 

KIRK, Kampfdrachen, komplett 20,00 €
(inkl. 19% MwSt. zzgl. Versandkosten)
      




Zubehör gleich mitbestellen - unser Tipp:
Diese Drachenspezialität wird sicher vorwiegend von Drachenfreunden erworben, die schon etliche gute Schnursets besitzen; in diesem Sinne geht die hier beiliegende Schnur als Notbehelf o.k.. Wenn Sie jedoch keine guten Einleinerschnursets haben, dann gönnen Sie sich für diesen attraktiven und preiswerten Spezialdrachen ein wirklich gutes Schnurset! Kampfdrachenleinen sind gewiß in Asien eine ganz eigene “Wissenschaft”; wir empfehlen eine möglichst dünne Dacronleine (ca. 10 bis 25 daN max, je nach Windverhältnissen). Als Allrounderschnur also unsere Dacronleine mit 25kg Bruchlast, (100m flugfertig auf einer Ringspule mit Wirbelkarabiner) - die wird Erfolg und Vergnügen auf der Drachenwiese spürbar steigern.


Spieltipp:
Wenn Sie im Einzeltraining schon etwas Routine haben, können Sie beginnen, mit und gegen einen zweiten KIRK zu fliegen. Westliche Kampfdrachenwettbewerbe zielen normaler Weise nicht darauf ab, die Leinen der Gegner zu durchtrennen ... Hier eine einfach Variante, die sich an amerikanische Spielregeln anlehnt:
Schreiben Sie auf eine Münze mit Filzstift ein “O” für “von oben” und auf die Rückseite ein “U” für “von unten” und geben Sie diese einem Schiedsrichter. Links und rechts neben dem Schiedsrichter stehen die Kontrahenden mit ihren Kampfdrachen an gleich langen Leinen (ca. 35 bis 45m für den Anfang). Die Wettkämpfer müssen hinter dem Schiedsrichter bleiben (dürfen also den Schiedsrichter mit der Windrichtung nicht überholen) und sie dürfen nicht hinter dem Schiedsrichter die Seite des Wettkampfgegners betreten (müssen also auf ihrer Seite neben dem Schiedsrichter bleiben; Bodenmarkierungen sind hilfreich aber nicht zwingend). Wenn beide Drachen in der Luft sind, wirft der Schiedsrichter die Münze und ruft entsprechend des Ergebnisses “von oben” (bzw. “von unten”) worauf die Wettkämpfer versuchen müssen, mit ihrem Drachen bzw, ihrer Drachenleine VON OBEN (bzw. von unten) die Leine des Gegners zu kreuzen / zu berühren, um dadurch einen Trefferpunkt zu erhalten. Über einen erfolgten Kontakt trifft ausschließlich der Schiedsrichter eine “Tatsachenentscheidung” . Viel Spaß!


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