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| Eine stablose Vierleiner-LenkMATTE hat an den oberen Steuerleinen mehrere Waggepunktreihen, deren Waageleinen einen Anstellwinkel definieren, also braucht man dort die Bremsen nicht zum Starten und In-der-Luft-Bleiben, sondern zum manövrieren - man kann eine Vierleiner-Lenkmatte wie einen Zweileiner hin und her fliegen, wenn man die Griffe nur ganz oben bei den Steuerleinen anfasst. Nicht so bei einem Vierleiner- STABdrachen wie dem Mosquito!! Hier ähnelt die Waage weit mehr einem Trickdrachen, wobei die oberen Leinen ganz oben und die unteren Leinen ganz unten am Gestänge befestigt sind. Das bedeutet, dass der Anstellwinkel zum Wind völlig frei wählbar ist und zu jedem Zeitpunkt auch vom Piloten an den Griffen zu definieren ist (und zwar auf beiden Drachenhälften unabhängig von einander). Man hat also die totale Flugkontrolle mit der man in alle Richtungen nahezu gleich schnell fliegen kann und sogar (beim Spinn) eine Drachenhälfte vorwärts und die andere rückwärts fliegen lassen kann. Die Kontrolle dieser Freiheitsgrade erfordert aber auch ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl ab der 1. Zehntelsekunde nach dem Start und es ist gewiss von Vorteil, wenn man schon ein klein wenig Erfahrung mit einem “normalen” Gestänge-Lenkdrachen hat, bevor man sich an einen Vierleiner-Stabdrachen wagt. In diesem Sinne ist der Mosquito jedoch anfängertauglich; insbesondere durch seine sehr guten Flugleistungen bei Leichtwind (bei wenig Wind sind auch die möglichen Maximalgeschwindigkeiten reduziert) und sein stabiles Standardgestänge, dass viel einstecken kann und auch im Fall der Fälle keine Probleme bei der Ersatzteilbeschaffung macht. Der Flugspaß, den ein solcher “Helikopter-Kite” bietet, ist jedoch gigantisch und öffnet eine ganz eigene Königsklasse im Lenkdrachensport. Der wichtigste Tipp für den Einstieg: Versuchen Sie zunächst alle Manöver in einer Flughöhe von maximal 1,5m !! über dem Boden möglichst kontrolliert und LANGSAM auszuführen: Start und sofort wieder Landung; starten - schweben 50cm über Grund - langsam landen; nur 1 Hälfte starten = Rad schlagen; rückwärts starten (wieder nur 50cm über Grund) und langsam landen ..... Es geht darum, ein Gefühl für die sensible Balance der Kräfte in der Schwebe unabhängig von der Fluglage zu entwickeln. |
| Eigenschaften:
Mit 2,2m Spannweite und seiner Schwachwind freundlichen, relativ großen Segelfläche hat der Mosquito eine angenehme Größe, um allzu nervöse “Hibbeligkeiten” beim balancierenden Fliegen auszuschalten, was einerseits Anfängern sehr entgegen kommt und Fortgeschrittenen ein wirklich ruhiges Schweben erleichtert.
Zum Kennenlernen sollten Bedingungen von 10 bis max. 20km/h Windgeschwindigkeit bei weichem Boden gegeben sein. Erste Übungen sollten nie rasanten Flug, sondern immer auf bodennahe Balance abzielen, wobei man den Kite in allen möglichen Positionen möglichst still in der Schwebe hält und nur ganz langsam durch das Windfenster driftet bis das wachsende Zutrauen für gewollte höhere Fluggeschwindigkeiten langsam den gesamten Flugspaß erschließt ... Vorsicht: Suchtgefahr! Wenn man den Mosquito hinsichtlich Kontrollierbarkeit und Wendigkeit mit dem großen Kult-Vierleiner “revolution” vergleichen möchte, so kommt man recht schnell zu folgendem Schluß: der Mosquito ist im Flugverhalten absolut einem “rev” ebenbürtig, er ist nur viel einfacher zu reparieren (Standard-Gestänge), etwas moderner designed, etwas besser aufzubauen und deutlich preiswerter! |
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