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zum Thema: Fluggeländewindige Tipps zur Wahl der richtigen "Drachenwiese"
Zwei Grafiken (leicht verändert, entnommen aus Hans Häckel: Farbatlas Wetterphänomene; Verlag Eugen Ulmer; 1999) mögen die Einflüsse von Hindernissen auf die Luftströmung veranschaulichen:
Situation A
zeigt den Düseneffekt an Engstellen in Gebirgstälern oder zwischen Hochhäusern. Da nach dem Kontinuitätsprinzip das Produkt aus Strömungsgeschwindigkeit und durchströmtem Querschnitt konstant ist, kommt es an solchen Stellen zu erheblichen Windgeschwindigkeitszunahmen. Situation B zeigt den Strömungsverlauf quer zu einer Geländeabsenkung (Waldrand, Gebäudekomplex, Talsenke o.ä.) mit dem walzenförmigen großen Leewirbel (horizontale Rotationsachse) und der Windgeschwindigkeitsreduzierung im Fallwind-Bereich. Situation C zeigt den Strömungsverlauf an einem solitären Hindernis (Hügel, freistehender Baum, Einzelgebäude o.ä.) mit den vielen kleinen Sogwirbeln auf der Lee-Seite. Situation D zeigt den Strömungsverlauf quer zu einem länglichen Hindernis (Hügelkette, Böschung, Damm o.ä.) mit der Windgeschwindigkeitszunahme am ansteigenden Hang, den ersten Sogwirbeln am schnell umströmten Plateau und der nachfolgenden Situation B. Hieraus folgt für alle Drachenfreunde, die in hügeligem Gelände wohnen: bei kräftigem Wind sollte man sich möglichst auf die vom Wind angeblasene Luv-Seite eines Hanges mit möglichst sanftem Kurvenverlauf stellen. Feste Hindernisse, wie z.B. Gebäude, bilden im Nahbereich heftige Effekte/ Verwirbelungen, die sich aber in verhältnismäßig kürzerem Abstand in der Strömung wieder nivellieren. Teilweise durchlässige Hindernisse, wie z.B. Baumgruppen, bilden im Nahbereich weniger heftige Verwirbelungen / Effekte, die sich aber vergleichsweise weiträumiger auswirken! Da alle Wirkungen direkt mit der Hindernishöhe zusammenhängen, kann man in der Praxis gut über die Hindernisgröße den Ausdehnungsbereich abschätzen, in dem das Hindernis den Wind verlangsamt. Die folgende Grafik bezieht sich auf eine durchschnittlich dicht bepflanzte Windschutzhecke aus Sträuchern und Bäumen. Für uns Drachenflieger ist die rote Linie von Bedeutung!
Die Grafik zeigt: In einem Abstand, der etwa der 7-fachen Hindernishöhe entspricht beginnt sich der Luftstrom schon vor dem Hindernis zu verlangsamen und erreicht erst bei etwa der gleichen Entfernung hinter dem Hindernis seine maximale Abbremsung auf einen Restwert von ca. 40%. Die ursprüngliche Windgeschwindigkeit (ohne das Hindernis) wird erst in einem Abstand wiedererreicht, der etwa dem 30-fachen der Hindernishöhe entspricht. Das Praktische an dieser Darstellung ist, dass Sie damit für jede beliebige Hindernishöhe (von 1,5 m hohen Gartenzäunen bis zu 20 m hohen Pappelreihen) die sinnvollen Abstände für Ihr Hobby abschätzen können. Beispiel:
Wenn in der Richtung, aus der der Wind anströmt, eine Hecke mit etwa 9m Höhe steht, und diese Hecke 117m (13 x Hindernishöhe) entfernt ist, dann wird dort, wo Sie gerade stehen, der Wind durch diese Hecke ganau auf halbe Geschwindigkeit abgebremst! Entfernen Sie sich in Windrichtung auf einen Abstand von 207 m (23 x Hindernishöhe) zur Hecke, dann wird dort, wo Sie gerade stehen, der Wind durch diese Hecke immer noch um 10% abgebremst. weiter mit:
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